Veranstaltungen

Neben den üblichen Gottesdiensten können auch mit neuen Formen Menschen angesprochen werden, die die Kirche bisher kaum oder nicht erreicht hat. Das persönliche Gespräch und der Austausch sollen wichtige Elemente sein.


Schubertiade

Romantische Kostbarkeiten für Pianoforte und Violine aus der Feder Franz Schuberts
in der Urbanskirche
am Sonntag, 26. Mai 2019 um 17 Uhr

Valentina Hansjosten (Violine),
Prof. Dr. Heiko Hansjosten (Hammerklavier)

Programm

Im Frühjahr des Jahres 1816 schrieb der damals 19-jährige Franz Schubert die drei Violinsonaten op. 137. Schubert hatte in seiner Jugendzeit eine gute Ausbildung als Geiger erhalten und schrieb die drei Sonaten vermutlich für einen eigenen Gebrauch. Sie spiegeln im besonderen Maße die Umbrüche im Leben des jungen Komponisten wider: Stilistisch sind sie einerseits eine Huldigung an klassische Vorbilder wie Mozart oder Beethoven, andererseits deutet sich in der stillen Melancholie bereits jener romantische Ton an, wie wir ihn von späteren Werken kennen. Die drei Sonaten in den Tonarten D-Dur, a-moll und g-moll überschrieb Schubert jeweils mit dem Titel „Sonate pour le Pianoforte et Violon“ und nummerierte sie durch, was den zyklischen Charakter unterstreicht. Die drei Sonaten bilden das Kernstück des heutigen Benefizkonzerts, ergänzt um weitere kleinere Werke des Komponisten.

Franz Schubert (1797 – 1828)

Sonate pour le Pianoforte et Violon op. 137 No. 1 D-Dur

Allegro molto – Andante – Allegro vivace

 Aus “Six Moments musicaux” op. 94 für Klavier

Andantino As-Dur

Sonate pour le Pianoforte et Violon op. 137 No. 2 a-moll

Allegro moderato – Andante – Menuetto Allegro – Allegro 

Scherzo B-Dur für Klavier

Allegretto

 Sonate pour le Pianoforte et Violon op. 137 No. 3 g-moll

Allegro giusto – Andante – Menuetto Allegro vivace – Allegro moderato

Interpreten

Valentina Hansjosten (geb. Koltsova) stammt aus einer Musikerfamilie – ihr Vater ist Hornist, die Mutter Pianistin. Sie studierte Violine in Nizhny Novgorod und arbeitete mehrere Jahre als Mitglied verschiedener Kammerorchester in Russland, unter anderem bei den „Nizhny Novgorod Soloists“, und als Violinistin der Philharmonie Nizhny Novgorod. Neben ihrer Orchesterarbeit trat sie mit diesen Ensembles solistisch auf. Kammermusikalisch liegen ihre Schwerpunkte auf Werken mit historischen Tasteninstrumenten. Sie lebt seit 2016 in Deutschland und ist als Violinistin solistisch, pädagogisch und in Kammerformationen tätig. Im Juli 2017 nahm sie als Mitglied der Würth Philharmoniker am Eröffnungskonzert des Würth-Forums unter Kent Nagano teil.

Heiko Hansjosten wurde 1975 in Trier geboren. Mit neun Jahren begann er, Orgel zu spielen. Aus der Beschäftigung mit der historischen Orgeln heraus wuchs sein Interesse an instrumentenbaulichen Fragen und historischen Tasteninstrumenten. Nach dem Abitur im Jahr 1993 studierte Heiko Hansjosten Betriebswirtschaftslehre und betriebliche Aus- und Weiterbildung an den Universitäten Trier und Bochum. Im Jahr 2000 promovierte er zum Thema „Humankapitalinvestitionen der DaimlerChrysler AG“. Aktuell ist Heiko Hansjosten Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Personalmanagement, an der Hochschule Heilbronn. Darüber hinaus arbeitet und unterrichtet er an verschiedenen Hochschulen in Luxemburg und ist Mitglied des dortigen European Institute for Knowledge- and Value-Management.

Neben seinem Hauptberuf gilt seine große Leidenschaft historischen Tasteninstrumenten. In diesem Zusammenhang baut er seit einigen Jahren eine Sammlung historischer Tasteninstrumente auf und setzt sich für den Erhalt dieser Instrumente ein.

Im heutigen Konzert spielt er ein Hammerklavier von Muzio Clementi, das um 1810 entstanden ist.

www.clavieratelier.de   


Vorankündigung

Konzert in der Urbanskirche
Sonntag, 14. Juli 2019 um 17 Uhr,

Es spielen:
Prof. Daniel Mauer, Straßburg,
auf der Mezler Orgel von 1778 Guy Ferber, Colmar, Barocktrompete


Im Rahmen des „Hohenloher Kultursommer“ tritt das Ensemble „Marais Consort“
mit Werken von Monteverdi, Purcell, Hassler, Byrd, Charpentier, u.a. unter dem Titel

„Maria sprach zu dem Engel“

am Sonntag, 25. August um 17 Uhr in der Urbanskirche auf.

Solisten: Margaret C. Hunter, Sopran; Hans Georg Kramer, Viola da Gamba; Ingelore Schubert, Cembalo

Die im Volksmund „Urbanskirche“ genannte Kirche ist der Jungfrau Maria geweiht. Da passt ein Konzert zum Leben Marias ausgesprochen gut. Am Anfang steht der Gruß des Engels an Maria Ave maris stella in der Vertonung von Claudio Monteverdi. Ebenso wird Marias Besuch bei ihrer Base Elisabeth mit dem Lied von Johann Eccard Übers Gebirg Maria geht thematisiert. Ein „Magnifikat“ durch die europäische Musikgeschichte des 16. Und 17. Jahrhunderts mit einem Ensemble, das den musikalischen Schatz von Renaissance und Barock unverfälscht ins Heute transportiert. Die Seele erhebet den Herrn.

 Homepage: Marais Consort