Geschichtliches zur Urbanskirche

Die Urbanskirche wurde um 1230 von den Schenken von Limpurg erbaut, etwa gleichzeitig mit der Burg Limpurg. Um 1240 sind der Turm und der Chor angebaut worden. Das Chorgewölbe wurde um 1385/90 errichtet.

1277 wurden die Kirche und ein Pfarrer erstmals in einer Urkunde des Würzburger Bischofs genannt. 1283 wurde die damalige Kapelle aus dem Pfarrverband mit Steinbach, und damit vom Patronat des Klosters Comburg, gelöst. Die Kapelle wurde Pfarrkirche von Unterlimpurg. Um 1430 ist das Kirchenschiff nach Norden erweitert worden. Um 1450 sind die südliche Kapelle und das Westportal im Auftrag von Schenk Friedrich V. angebaut worden. Wertvolle Ausstattungsgegenstände wie der Hochaltar, der Taufstein, das Chorgestühl stammen aus dieser Zeit.

Um 1539 wurde die Reformation eingeführt. 1541 ist die Limpurg mit zugehörigem Dorf und Kirche an die Reichsstadt Hall verkauft worden.

1778 wurde die Orgel als Erstwerk von Georg Ludwig Mezler gebaut. Mezler zählte zu den besten Orgelbauern Nordwürttembergs und galt als „Hohenloher Silbermann“. 1807 wurde der Zimbelstern eingebaut; ein barockes Spielregister mit 4 Glöckchen.

1802 wurde Hall Teil des Herzogtums Württembergs. Die selbständige Pfarrei Unterlimpurg wurde 1812 aufgehoben und St. Michael zugeordnet.

1817 wurde die Urbanskirche Garnisonskirche für das württembergische „Ehreninvalidencorps“ auf der Comburg. Von 1902 bis 1968 war sie die Gemeindekirche der evangelischen Pfarrgemeinde Steinbach mit eigenem Pfarrer. Seit 1968 gehört die Urbanskirche zur Gemeinde St. Michael und St. Katharina.

Die notwendigsten Erhaltungsmaßnahmen wurden auch in früheren Jahren durchgeführt. Geld für umfassende, den Charakter der Kirche verändernde Baumaßnahmen war nie vorhanden. Alles ist im Wesentlichen so geblieben, wie es ursprünglich errichtet wurde und ist ein einzigartiges Zeugnis, von der Spätromanik bis zum Barock.