Turmsanierung und Wiederherstellung des früheren Geläuts

Als krönender Abschluss der umfassenden Baumaßnahmen wird angestrebt, 2013 das frühere Geläut mit drei Glocken wieder herzustellen. 1917 mussten zwei Glocken zu Kriegszwecken abgeliefert werden und sind eingeschmolzen worden. Jetzt, nach nahezu 100 Jahren, sollen diese Glocken ersetzt werden.

Gutachter haben festgestellt, dass zuvor der Turm innen stabilisiert werden muss. Unter anderem müssen Edelstahlanker ins Mauerwerk eingesetzt werden. Damit wird der Glockenstuhl fest mit dem Mauerwerk verbunden. In der Gebälkebene, auf der der Glockenstuhl steht – und am Glockenstuhl – sind weitere arbeitsintensive Zimmererarbeiten erforderlich. Kernbohrungen ergaben, dass die Balkenlage nicht tragfähig ist. Ein Teil der Balken muss erneuert werden.

Notwendig ist, die noch vorhandene Glocke von 1688 und den Holzglockenstuhl in einen ordnungsgemäßen Zustand zu bringen, zwei neue Glocken zu gießen und das noch vorhandene weitere Feld des mittelalterlichen Glockenstuhls wieder aufzurichten.

Herr Bachert, der Inhaber der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe, stellte fest, dass durch Schiefstand des Glockenstuhls und zu hartes Material des Klöppels die historische Glocke geschädigt ist. Durch das Schiefwerden des Fachwerkaufsatzes des Turms ist auch der Glockenstuhl in eine Schieflage gekommen. Die Glocke darf in diesem Zustand nicht mehr in Betrieb genommen werden. Herr Bachert zum mittelalterlichen Glockenstuhl: „So etwas Schönes und Urtümliches gibt es in der ganzen Gegend nicht.“

Der Freundeskreis Urbanskirche hat zugesagt, die dafür anfallenden Kosten zu tragen.

Glockenguß bei der Fa. Bachert in Karlsruhe.

Inzwischen sind die beiden im ersten Weltkrieg eingeschmolzenen Glocken bei der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe neu gegossen worden: Die größere „Marienglocke“ am 20.06.2014.

Der Künstler der Glockenzier, Dekan Dieter Eisenhardt (rechts), erklärt Karlheinz Grau (links.) die Ornamente und die Inschriften der Glocke, die sich noch in der Gießerei befindet.

Der Glockenguß mit dem Freundeskreis der Urbanskirche beim Glockenguß in Karlsruhe bei der Fa. Bachert. Christine Bachert erklärte zunächst die prinzipielle Herstellung der Glocken. Der Guss war der Höhepunkt des Nachmittags, vor dessen Beginn Pfarrer Christoph Baisch ein kurzes Gebet sprach.
Erklärungen von Frau Bachert und Andacht mit Pfarrer Christoph Baisch mit dem Freundeskreis der Urbanskirche beim Glockenguß in Karlsruhe bei Fa. Bachert.

Die kleinere „Tauf-/Segenglocke“ am 18. 07.2014. Bei diesem Glockenguss waren Mitglieder der Kirchengemeinde, des „Freundeskreis Urbanskirche“ und sonstige interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Hall und Umgebung mit dabei.

Die Glocken sind im Turm

Nach monatelangem Restaurationsarbeiten am Glockenturm der Urbanskirche, konnten nun  die beiden neuen Glocken eingebaut und die restaurierte Glocke neu angebracht werden.

Der Architekt, Georg Schuch, machte deutlich, mit welchem immensen Aufwand dies alles geschehen konnte.

Am Sonntag, dem 30.11.2014 – Erster Advent – konnte Pfarrer Christoph Baisch die neuen Glocken im hellen Klang erklingen lassen.

Es handelt sich um die Taufglocke, die Kreuzglocke und die Marienglocke.

Die neue Kreuzglocke ist im Turm

Die neue Marienglocke ist im Turm.

Die 3 Glocken sind im Turm. Links die Taufglocke in der MItte die neue Marienglocke und rechts die restaurierte alte Kreuzglocke.

Die 3 Glocken sind im Turm. Links die Taufglocke in der MItte die neue Marienglocke und rechts die restaurierte alte Kreuzglocke.